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Der grosse Seilbahnboom nach 1945
Die neue Epoche nach dem Krieg wurde gleich mit einer zukunftsweisenden Neuheit eingeleitet: Am 16. Dez. 1945 nahm in Flims die erste kuppelbare Sesselbahn der Welt ihren Betrieb auf. Bei den ersten Sesselliften von Henri Sameli-Huber mussten die Fahrgäste noch auf die sich ständig in Bewegung befindenden Sessel aufsitzen, was eine entsprechend kleine Fahrgeschwindigkeit von 1,2 m/sec. bedingte. Die Firma Von Roll in Bern mit ihrem Konstrukteur Paul Zuberbühler ermöglichte nun mit dem Abkuppeln der Sessel vom Förderseil in den Stationen das gefahrlose Ein- und Aussteigen bei völligem Stillstand. Dadurch konnte auf der Strecke mit einer höheren Geschwindigkeit (2,5 m/sec.) gefahren werden, was zusammen mit den Sesseln für zwei Personen eine für die damalige Zeit respektable Förderleistung ergab. Das Typische an den Sesseln in Stahlrohrkonstruktion war, dass sie mit einem Schutzdach gegen herabtropfendes Oel versehen und die Sitze quer zur Fahrtrichtung angeordnet waren. Ausserdem konnte als einfacher Wetterschutz eine am Dach in Fahrtrichtung vorne befestigte Blache ausgerollt werden. Die patentierten automatischen Klemmen waren als kombinierte Feder- und Schwerkraftkupplungen konstruiert. Bei einem allfälligen Bruch der Feder war auch an der steilsten Stelle der Strecke kein Abrutschen der Klemmmen auf dem Seil zu befürchten und während der Fahrt waren die Kupplungen durch einen besonderen Arretierhebel verriegelt. Ausserdem wurde bei der Stationsausfahrt der korrekte Kuppelvorgang automatisch überwacht. Da infolge der Kriegswirtschaft das Eisen noch stark rationiert war, mussten die Seiltragmasten für diese erste Von Roll-Sesselbahn durch örtliche Holzbaufirmen aus Lärchenholz gezimmert werden. Bereits im Jahre 1946 konnten gleich drei weitere Anlagen nach dem System von Roll in Betrieb gehen: Am 2. Feb. die Sesselbahn Gstaad-Wasserngrat (2 Sektionen), am 14. Aug. jene von Beatenberg auf das Niederhorn (2 Sektionen) und am 28. Dez. die ersten zwei Abschnitte der insgesamt vier Sektionen umfassenden Firstbahn in Grindelwald. Neu war, dass bei all diesen Bahnen ohne Umsteigen auf den Zwischenstationen beide Sektionen im gleichen Sessel befahren werden konnten. Am 8. Feb. 1947 konnte die zweite Sektion zur Alp Naraus als Fortsetzung der Flimser Bahn eröffnet werden und am 28. Feb. wurden noch die zwei restlichen Abschnitte der Firstbahn vollendet. Damit war die Sesselbahn Grindelwald-First mit ihren 4354 m Länge und 1105 m Höhenunterschied die längste kuppelbare Sesselbahn der Welt. Insgesamt baute die Firma Von Roll 13 Anlagen (mit einer oder mehreren Sektionen) nach ihrem System in der Schweiz; die letzte war die Plattjenbahn in Saas Fee von 1963. Hier kamen aber statt der Sessel 2er-Gondeln zum Einsatz, deren Sitze ebenfalls quer zur Fahrtrichtung angeordnet waren. Diese Kabinenbahn wurde im Sommer 1999 durch einen Neubau ersetzt.
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Abb.1: Die erste kuppelbare Sesselbahn der Welt, Flims-Foppa von 1945, bei der Talstation in Flims Dorf. Abb.2: Bau der Sesselbahn Flims-Foppa: Montagearbeiten auf Foppa. Die Holzstütze Nr.16 steht bereits, im Hintergrund ist die Stationskonstruktion im Aufbau begriffen. Noch ist vom Gebäude nichts zu sehen. Abb.3: Sesselbahn Grindelwald-First, 4. Sektion.
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